Medienmitteilung: Nationalrat Andreas Glarner fragt in Ennetbürgen: Wie viel Dichtestress erträgt Nidwalden?

Am Freitag, 24. Januar 2026 lud die Ortspartei SVP Ennetbürgen zu ihrem Wahlanlass in der Schützenstube Herdern ein. Zunächst erhielten die Ennetbürger SVP-Landratskandidaten die Gelegenheit, sich persönlich vorzustellen und ihre politischen Schwerpunkte zu erläutern.
Marco Frank setzt sich ein weniger Bürokratie und tiefere Steuern. Daniel Meister setzt sich ein für Freiheit, Sicherheit und ein wirtschaftsfreundliches Nidwalden. Alexander Koller betont, dass ein gesunder Staatshaushalt und Eigenverantwortung wichtig sind. Erich Joller setzt sich ein für eine durchdachte Raumplanung und eine starke produzierende Landwirtschaft. Für Stephan Schnyder sind optimale Rahmenbedingungen für KMU und intelligente Verkehrslösungen wichtig.
Als Gastredner sprach Nationalrat Andreas Glarner. Er ging der Frage nach, wie viel Dichtestress unser Kanton und die Schweiz insgesamt noch vertragen. Glarner zeigte in seinem Referat eindrücklich auf, wie stark die Gemeinden heute unter dem rasanten Bevölkerungswachstum und der fehlenden Steuerbarkeit der Migration leiden. Überlastete Verkehrsachsen, volle Züge, steigende Gesundheitskosten und Schulen am Limit seien längst Realität. «Die Belastungsgrenze ist erreicht – und die Gemeinden zahlen die Rechnung», hielt Glarner fest.
Besonders kritisch beleuchtete er das Asylsystem, das aus seiner Sicht ausser Kontrolle geraten ist. Vorläufig Aufgenommene blieben dauerhaft, der Familiennachzug wachse stetig, und die Kosten für Betreuung und Integration stiegen ungebremst. Die Gemeinden würden mit Aufgaben belastet, die sie weder verursacht noch bestellt hätten. «Der Bund lässt jeden rein – und die Gemeinden dürfen es ausbaden.»
Glarner betonte, dass die SVP nicht nur Probleme benennt, sondern konkrete Lösungen vorlegt. Die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» setzt klare Grenzen für das Bevölkerungswachstum und verpflichtet den Bund zu Massnahmen, sobald die Schwelle von 9.5 Millionen überschritten wird. Die Grenzschutzinitiative fordert wieder eigenständige Grenzkontrollen und eine Konzentration auf wirklich Schutzbedürftige. Gleichzeitig warnte Glarner vor dem neuen EU-Vertragspaket, das automatische Rechtsübernahme und Souveränitätsverlust bedeute. «Zusammenarbeit ja – Unterwerfung nein.»
Im Anschluss gaben Kantonalpräsident Roland Blättler und der neu gewählte Regierungsrat Armin Odermatt Einblick in deren landrätliche Tätigkeit und die politischen Herausforderungen auf kantonaler Ebene. Mit Blick auf die beruflich breit abgestützte Kandidatenliste von Ennetbürgen hielt Fraktionspräsident Armin Odermatt fest: «Für den Landrat wäre jeder von euch ein Gewinn. Euer beruflicher Hintergrund würde unserer Fraktion, dem Landrat und Nidwalden wirklich gut tun.»